Krankheitssymptom oder Schutzreflex: Was ist Husten?
Jeder Mensch atmet pro Tag circa 20.000 Mal ein und aus.i Damit Krankheitserreger, Staub oder andere Fremdkörper, die mit der Atemluft in unseren Körper strömen, keinen Schaden anrichten, reinigen sich unsere Atemwege selbst. Den Löwenanteil dieser Aufgabe übernimmt eine spezialisierte Schleimhaut, welche unsere Atemorgane auskleidet. Wenn wir nun aber zum Beispiel aus Versehen einen Krümel verschlucken, ist dieser Selbstreinigungsmechanismus überfordert - deshalb husten wir um ihn wieder los zu werden!
Unterstützt der Husten dabei, Eindringlinge aus den Atemwegen zu entfernen, ist er ein sinnvoller Schutzreflex. Husten kann aber auch als sogenannter Reizhusten (auch trockener Husten) auftreten – dann ist er nicht gesundheitsförderlich. In diesem Fall reagieren die Schleimhäute in Mund und Rachen überempfindlich und der Hustenstoß befördert kein virenhaltiges Sekret aus den unteren Atemwegen in den Rachen.
So unterschiedlich kann Husten sein
Sie haben es bestimmt schon am eigenen Leib erlebt: Nicht jeder Husten ist gleich. Der Klang, den ein Hustenstoß verursacht, kann für einen Arzt ein erstes Indiz dafür sein, welche Hustenart vorliegt. Mediziner unterscheiden vor allem zwischen:
- Reizhusten (auch trockener oder unproduktiver Husten): Er ist häufig zu Beginn und gegen Ende einer Erkältung anzutreffen. Kennzeichnend ist, dass kein Schleim auftritt.
- Produktiver Husten (auch Husten mit Auswurf): Hierbei bilden die Atemwege vermehrt Schleim, an welchem Krankheitserreger haften bleiben und aus dem Körper transportiert werden können.
Ein Sonderfall ist der sogenannte Bluthusten. Hierbei kann dem Schleim aus den Atemwegen Blut beigemengt sein. Suchen Sie bei blutigem Auswurf sofort ärztliche Hilfe. Für die Behandlung ist neben der Art des Hustens auch seine Dauer entscheidend, also ob er akut oder chronisch auftritt. Doch was ist chronischer Husten? Fachleute definieren eine Dauer von über acht Wochen als chronischen Husten. Davor ist er akut, wobei einige Therapieleitlinien eine zusätzliche Unterteilung des akuten Hustens in den akuten Husten (bis zu drei Wochen) und subakuten Husten (drei bis acht Wochen) vornehmen.iii
So können Sie bei Husten die Heilung unterstützen
Bevor Sie zu Hustenmitteln greifen, sollten Sie sich immer die Frage stellen, was die Beschwerde ausgelöst hat. Gehen Sie daher zum Arzt, wenn Unsicherheiten bestehen oder wenn der Husten ungewöhnlich lange andauert. Bei Husten im Rahmen eines grippalen Infekts haben Sie gute Möglichkeiten aus der Naturheilkunde:
- Hustenmedikamente auf der Basis von Eibischwurzel wie der Phytohustil®-Hustenreizstiller Sirup oder die Phytohustil®-Hustenreizstiller Pastillen lindern trockenen Reizhusten sanft und sofort. Sie legen einen beruhigenden Schutzfilm auf die angegriffene Schleimhaut und schirmen sie so vor weiteren Reizfaktoren ab.
Auch Hausmittel oder homöopathische Globuli (Drosera, Belladonna und andere) können Sie bei Husten ausprobieren. Als Darreichungsform für Hustenmittel bieten sich unter anderem Hustensäfte, Lutschtabletten oder Tees an.
i Lungenärzte im Netz: Die Schleimhaut der Atemwege (13.02.18).
ii Göhring, Hannelore: Physiotherapie in der inneren Medizin, n.b. 2004, S. 62.
iii Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin: Husten. DEGAM-Leitlinie Nr. 11. (21.02.18). S. 7.
iv Pharmazeutische Zeitung online: Husten. Orkan in den Atemwegen (21.02.18).