Was ist chronischer Reizhusten?

Reizhusten – wer kennt das lästige Symptom nicht. Die Beschwerde begegnet einem jedoch nicht nur, wenn gerade eisige Temperaturen herrschen und Erkältungshochsaison ist: Eigentlich handelt es sich bei Husten um einen natürlichen Schutzreflex des Körpers – der im akuten Fall ausgelöst wird. Doch was, wenn der Reizhusten einfach nicht aufhört? Was ist bei einem solchen chronischen Reizhusten zu tun? Antworten finden Sie hier.

 

Kurz erklärt: Warum husten wir?

Ganz allgemein handelt es sich bei Husten um einen Schutzreflex unseres Körpers, der bei Eindringen von Fremdstoffen in unser Atemsystem aktiviert wird. Gelangen beispielsweise Staubpartikel oder Pollen in die Atemwege, setzen sich verschiedene Prozesse in Gang, durch die das Gehirn letztlich das Signal gibt: husten! Mit dem kräftigen Ausstoßen der Luft werden Fremdkörper aus den Atemwegen gefegt – der Hustenstoß kann dabei eine Schnelligkeit nahe der Schallgeschwindigkeit erreichen. Doch nicht nur das Eindringen von Staub und Co. kann eine solche Reaktion hervorrufen, auch im Falle von viralen Infekten wie einer Erkältung ist sie möglich. Dringen Viren oder Bakterien in die Atemwege vor, machen sie es sich auf den dortigen Schleimhäuten gemütlich. Das hat eine Entzündungsreaktion zur Folge, bei der die Schleimhäute anschwellen. Durch die Reizung kann es bereits zu ersten Hustenanfällen kommen – später wird der Reflex durch eine gesteigerte Sekretansammlung verstärkt.

Von akutem zu chronischem Reizhusten

Ist der Husten einem grippalen Infekt (Erkältung) geschuldet, muss zwischen zwei Arten unterschieden werden:

//unproduktiver Husten (ohne Schleimbildung)

//produktiver Husten (mit Schleimbildung)

Während unproduktiver Husten (Reizhusten) vor allem zu Beginn und nach Ende einer Erkältung auftritt, bildet sich in der Zwischenzeit meist ein produktiver Husten aus. Je nach Auslöser kann es bis zu drei Wochen dauern, bis der Husten wieder abgeklungen ist. Bei einem Befall mit Erregern wie beispielsweise den Adenoviren kann sich die Dauer mitunter jedoch sogar auf acht Wochen verlängern. Und wenn der Reizhusten nach der Zeit immer noch nicht aufhört? Dann sprechen Mediziner von einem chronischen Reizhusten.

Wer seit Wochen Husten hat, leidet häufig nicht nur körperlich

Die körperliche Belastung ist nicht die einzige Auswirkung, die der ständige Hustenreiz nach sich zieht – auch die psychische Komponente sollten Betroffene nicht außer Acht lassen. Denn die Lebensqualität leidet bei chronischem Reizhusten oftmals mit: Freunde oder Familienmitglieder reagieren möglicherweise genervt auf die ständigen Hustenattacken – was wiederum Betroffene verstärkt unter Druck setzt, den Husten endlich loszuwerden. Aber auch eine gestörte Nachtruhe ist ein Beispiel dafür, wie ein vermeintlich harmloser Husten zu einer psychischen Belastung werden kann.

 

Reizhusten hört nicht auf – was können Sie tun?

Neben einer Erkrankung der oberen Atemwege (Nase, Rachenraum) kann sich ein chronischer Reizhusten auch aufgrund anderer Ursachen entwickeln: Möglich sind unter anderem

//eine chronische Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis),

//Asthma,

//eine chronische (nicht obstruktive) Bronchitis oder

//eine Lungenentzündung.

Hält der Husten seit Wochen an, ist es daher ratsam, einen Arzt aufzusuchen und die Ursache der Beschwerde abzuklären. Nur so kann eine passende Behandlung eingeleitet werden, denn einige Grunderkrankungen bedürfen einer speziellen Therapie. Davon abgesehen ist der Hals-Nasen-Ohren-Arzt aber auch allgemein der richtige Ansprechpartner, wenn es um eine geeignete Behandlung für chronischen Reizhusten geht.

Was tun bei akutem, erkältungsbedingtem Reizhusten?

Ist der Reizhusten nicht chronisch, sondern tritt er akut auf, können beispielsweise pflanzliche Produkte wie Phytohustil® Linderung verschaffen. Die Kraft der enthaltenen Eibischwurzel entfaltet ihre Wirkung sofort und direkt auf der gereizten Schleimhaut, indem sie einen beruhigenden Schutzfilm darüberlegt.

iLeitlinie der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin zur Diagnostik und Therapie von erwachsenen Patienten mit akutem und chronischem Husten (27.02.18). S. 342.

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